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21. Spreewaldmarathon 2023

21. Spreewaldmarathon 2023

21.04.2023 / 7:45 Uhr / 204 km / 200 Hm+ / 200 Hm- / Radmarathon
Collage FotorSW2023radmarathon
Der Saisonstart in Sachen Ausdauersport ist längst vollzogen. Die Frühjahrswettkämpfe verstopfen nun wieder gewohnt zuverlässig den hauseigenen Terminplaner. Auch der Spreewaldmarathon gehört zu diesen Kandidaten und fordert eine Teilnahme an seinem umfangreichen Angebot ein. Doch wer will denn noch im gesetzten Alter einen Marathonlauf unter Wettkampfbedingungen absolvieren? Ich jedenfalls nicht und so ist die ausgeschriebene Radmarathonrunde ohne Zeitmessung genau das mich ansprechende altersgerechte Alibi.

Natürlich setze ich mich da nicht allein dem ganzen High-Tech-Trubel von insgesamt 1.400 zugelassenen 200-km-Radlern aus, sondern werde mit Ute, Peggy, Siggi, Tilo, Olaf und Ralf die Runde durch den Spreewald abstrampeln. Meine Mitstreiter (und das ist jetzt keine allzu große Kunst) stecken wesentlich tiefer in der Materie des Radsports als ich. Sie sind Radfahrer aus Berufung, sie fahren täglich, sie sind mit ihren Stahlrössern verwachsen - Radfahrer, die auch noch richtig konservativ die Brötchen vom Bäcker erradeln oder für den morgendlichen Badegang in der 600 Kilometer entfernten Ostsee das Fahrrad nehmen. Im Sog, den diese Urgewalt radfahrerischer Routine auslöst, will ich mir nach 200 Kilometern die "karge Zielverpflegung" von jener einen Gurke sichern, welche nicht aus den Gewächshäusern Andalusiens stammt, sondern vor Ort exklusiv für Spreewaldmarathon-Finisher angebaut wird. Sie ist zudem aus purem Gold und hat das Gewicht eines handelsüblichen Gurkenglases.

Collage FotorSWMa2023polen
Hoch lebe der Radsport (oder zumindest das Fahrrad)!

Wie es bei Veranstaltungen des Spreewaldmarathons üblich ist, verpflichtet sich jeder Teilnehmer, auf die Rechte am eigenen Bild zu verzichten, sowie eigene Bilder nicht zu veröffentlichen: "Die Aufnahmen und/oder Weiterleitung mit Foto-, Film- oder Videokameras bzw. mit anderen Geräten sind unzulässig, soweit diese über den privaten Gebrauch an Dritte oder in den Medien oder im Internet veröffentlicht werden. Zulässig ist eine derartige Verbreitung nur, wenn zuvor eine schriftliche Zustimmung des Veranstalters beantragt und bewilligt wurde. Bei Zuwiderhandlungen wird unbeschadet weiterer Ansprüche eine Vertragsstrafe fällig, deren Höhe nach billigem Ermessen vom Veranstalter festzusetzen ist, höchstens jedoch je Verstoß 3.000,00 EUR." Man hat also selbst bei der Dokumentation der Freizeitgestaltung die Wahl zwischen Bürokratiehürden oder einem angemessenen Finanzausgleich. Das sind Amtsschimmel die man nicht noch füttern muß und für die Bebilderung des Artikels erfolgt daher wieder ein Zugriff auf Fotos mit Fahrradbezug, die zur Genüge im Archiv lagern.

Collage FotorSWMa2023saxoklar
Radtruppe (ohne Peggy) in "schwarz-weiß" und in "bunt" (auch ohne Peggy) vor dem Mannschaftswagen

Dabei muß allerdings auch erwähnt werden, daß es den gemeinnützigen Vereinen bei der Organisation von Amts wegen auch nicht einfach gemacht wird. Die ganzjährige Vorbereitung auf so eine Großveranstaltung wird dabei von vielerlei bürokratischen Hürden erschwert. Auf Laufstrecken, die 20 Jahre lang unter strengen Umweltschutzauflagen und teilnehmerbegrenzt genutzt wurden, fühlen sich urplötzlich eine handvoll Tiere für ein paar Stunden in ihrem Wochenendmodus gestört - durch das für Läufer berühmt-berüchtigte Herumlärmen, während diese auf einem Bestzeitenkurs das Maximum aus sich herausholen. Eine äußerst fadenscheinige Argumentation von Seiten der Biosphärenreservatsleitung, bei der sicherlich das Schreckgespenst "Kohlendioxid" (CO2) besser zum Zuge gekommen wäre, wenn man dies marktschreierisch gekonnt auf die "Ausdünstungen" der Sportler umgemünzt hätte.

Dazu müssen für sieben verschiedene Radstrecken (1, 30, 50, 70, 110, 150 und 200 km) die Behördengänge erfolgreich gemeistert werden. Auch hier gibt es umfangreiche Änderungen zu den Vorjahresrouten und ein kurzfristiger Ausfall eines Verpflegungspunktes auf der 200-km-Runde läßt den Adrenalinspiegel im Organisationsstab zusätzlich nach oben schnellen. Doch von all dem Streß bekommen wir nichts mit. Das perfekte Lösen dieser und anderer Probleme, sowie die Freundlichkeit der Helfer im Umfeld der Veranstaltung scheinen zur Spreewaldmarathon-DNA zu gehören. 

Collage FotorSWMa2023hufrei
Siggis liebgewonnene Hauptuntersuchungen - im Spreewald mußten er und seine Begleiter darauf verzichten.

Am Freitagnachmittag findet sich das Gros unserer Radtruppe in Neu Zauche ein. In der Unterkunft besteht die Möglichkeit durch Saunieren oder auch durch Bierverkostung (Elektrolyte!) die Wartezeit auf den abendlichen Wirtshausgang zu verkürzen. Bei dieser mannschaftsinternen Pastaparty werden die letzten offenen Fragen zur Taktik "am Renntag" beantwortet und so letzte Zweifel genommen ("Genußradeln") aber auch neue Ängste (Kann ich überhaupt sooo lange im Sattel sitzen?) geschürt. Vorsorglich werden am Abend auch die Drahtesel im Mannschaftswagen angebunden - ist ja nur für eine Nacht und dort stehen sie wenigstens im Warmen. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es eine Anreise zum (veränderten) Startort mit dem Kraftwagen. Lübben (für die 200) und Burg (für die 150) lagen damals für ein Einradeln strategisch günstiger. Der 200-er Start ist dieses Jahr in Lübbenau und auf kürzestem Weg nach 26 Kilometern erreicht - zuviel für uns Spaß-an-der-Freude-Radfahrer.

Der Morgen beginnt, aufgrund des immensen Zeitdrucks, mit einem Nicht-Frühstück - zumindest mit einer Minimalfütterung, also einem Steh- oder Schnellimbiß im Hotel. Das Magenbrummen übertönt folglich die Motorengeräusche auf der anschließenden Fahrt nach Lübbenau. Dort sind Parkplätze rar, wir sind schließlich nicht die einzigen, die nicht per Pedale anreisen.  Eine Abstellmöglichkeit für den Mannschaftswagen mit den Stahlrössern ist kein Problem, mit 25 Euro Parkgebühr (auf einer Wohnmobilstellfläche) jedoch auch sehr gut entlöhnt. Schwieriger ist es da, für unseren Personentransporter eine Nische zu finden. Als diese dann gesichert ist, nimmt der den Parkplatz verwaltende Automat nur Hartgeld. Jetzt hat natürlich niemand Münzen mitgenommen - logisch, klappert ja permanent blöd während der Radfahrerei, was sich ein im Telefonetui eingelegter Geldschein nicht erlaubt. Mit aller Macht versucht nun unser Chauffeur an Münzgeld zu gelangen. Niemand, wirklich niemand hat Kleingeld oder will es mit ihm/uns nicht eintauschen. Auch in einem Discounter stellen sich die Kassenbevollmächtigten quer - "Bernd" (so nenne ich ihn jetzt mal, damit seine Identität nicht auffliegt) könnte jetzt nur noch mit einer Gitarre und einem Hut vor dem Bahnhof Geld einspielen. Doch bei seinem Gesangstalent (Bariton/Bass) würden vorbeigehende Leute auch wieder nur Scheine im Hut ablegen. Es ist ein Dilemma, welches wir mit dem Entfernen vom Tatort abrupt beenden. Schließlich wartet niemand mit dem Startschuß auf uns!

Collage FotorSWMa2023vp 
Lenkzeit überschritten? Speicher nur noch halbvoll? Dann raus aus dem Sattel und ab ans Bufett!

Wir sind sehr spät dran und der Start ist schon vollzogen. Peggy sammeln wir vor Ort noch auf und sortieren uns am Ende des 700-er Feldes ein. Dezent rollt unser Trupp im hinteren Teil mit. Die Strecke ist tellerflach, es gibt keine Anstiege, Quälerei ist ein Fremdwort und nach 29 Kilometern wartet schon der erste Verpflegungspunkt auf uns. Es ist reichlich von allem da, was man so als Radfahrer verputzen kann. Wir stärken uns maßvoll, schließlich ist die Veranstaltung kein "All you can eat" (so ist es zumindest in der Ausschreibung festgehalten). Der Kurs bleibt weiterhin flach und nur die Abstände der VP's variieren zwischen 12 und 60 Kilometern. Es dauert auch nicht zu lang und die Vorhut des 45 Minuten nach uns gestarteten zweiten 200-km-Blocks überholt uns mit großartigem Tammtamm. "Raaadgrupppee liiinks!", schallt es aggressiv von hinten und wir ziehen uns ehrfurchtsvoll in den Straßengraben zurück - es soll ja keiner von denen behindert werden! Ist ja auch blöd, wenn sich gleichzeitig noch Autofahrer auf der Gegenspur verlustieren. Die StVO gilt ja nur für die. So einfach funktioniert also ein Radausflug ohne Wettkampfcharakter und meine Vorurteile dem Radsport gegenüber erhalten neue Nahrung.

Trotz kurzer Aufregung und nachfolgend wieder einsetzender Monotonie, vor allem im Bewegungsablauf, "bewegt" uns ein Thema um Längen mehr: Wie geht es mit "Bernd" weiter, wenn sein kriminelles Handeln Kreise zieht? Wird er konsequent zur Rechenschaft gezogen? Wie oft wird er bei kommenden Spreewaldausfahrten fehlen? Steht sein Auto für die Rückfahrt noch? Wenn nicht, auch nicht schlimm, wir haben ja Fahrräder dabei und so gibt es wenigstens auf die wichtigste Frage eine Antwort. Trotzdem verläuft der Tag relativ harmonisch. Na sicher scheuert mal kurzzeitig der Sattel am Gesäß oder die Schulter will in sich zusammenbrechen, doch im Großen und Ganzen fährt es sich gut dahin. Manchmal verlieren Ute und ich auch den Anschluß, weil wir den scharfen Antritten der Führungsgruppe nicht standhalten. Insgesamt weist der Tacho etwas über 29 km/h für die gesamte Strecke aus, da muß man nicht meckern!



Collage FotorSWMa2023mixspreew
Spreewaldtypische Aufnahmen (nicht in Verbindung mit dem Spreewaldmarathon geknipst)

Irgendwann am Nachmittag trudeln wir en bloc in Lübbenau ein. Hinter dem Zielbogen gibt es die "Goldene Gurke am Band" und für ein Mannschaftsfoto sollen wir auf Geheiß der (von uns aus der Masse gecasteten) Fotografin in die absurdesten Siegerposen verfallen. Natürlich nicht mit mir! Ich wüßte gar nicht, wie ich dieses Gehabe dann rechtfertigen könnte. Egal, das Bild ist letztendlich im Kasten und kann hier sowieso nicht wiedergegeben werden - gut so! Wichtiger ist, daß "Bernd" keine rechtlichen Konsequenzen fürchten muß, denn vor unserer Zieleinfahrt erkundigte ich mich auf dem Parkplatz (an dem wir vorbeifuhren) nach einem eventuellen Zettelaushang an seinem Fahrzeug und da war nichts dergleichen angebracht. Glück gehabt, wir müssen nun nicht auch noch mit dem Rad die 26 Kilometer, bis Neu Zauche fahren, sondern können uns bequem von "Bernd" chauffieren lassen.

Der Abend klingt in der Schankwirtschaft aus - mit Bier, Messer und Gabel, Hauptgedeck ... und neu: mit einem Wissenstest. "Bernd", der sich zu diesem Zeitpunkt streng genommen um die Formalitäten zur Rückholung seines abgeschleppten Fahrzeugs kümmern müßte, weiß um die Leichtigkeit des Zweihunderters. So eine Gurke dafür ist schnell eingeheimst. Seine Original-Finisher-Urkunden sind jedoch nicht so leicht zu ergattern und deshalb hat er noch einen Fragenkatalog zum Radsport entworfen. "Nun gut, Wächter der Urkunden, stellt Eu're Fragen! Ich fürchte mich nicht!". Leicht ist das Quiz nicht, aber mir gelingt es, dabei die "Königsfrage" zu beantworten, obwohl sie noch nicht komplett gestellt wurde: "Welcher osteuropäische ...?", Antwort: "Dschamolidin Abduschaparow". Ausgeschrieben: Dschamolidin Mirgarifanowitsch Abduschaparow, doch so viel "Wissen" hätte mich womöglich als Radsportfanatiker enttarnt. Letztendlich bekam jeder der Anwesenden seine persönliche Urkunde überreicht - Unikate mit viel Liebe zum Detail, definitiv keine Massenware, mit aufwendigem Golddruck und mit etwas Ostalgie in Text und Form. Eine Abbildung verbietet allerdings der direkte Bezug zum Spreewaldmarathon. Schade!

Collage FotorSWMa2023gurken 
Spanische Gurke (oben) und Spreewaldgurke (unten), nicht maßstabsgerecht.

Streckenführung 200 km: Lübbenau - Ragow - Klein Radden - Hindenberg - Garrenchen - Egsdorf - Cahnsdorf - Luckau - Karche (VP km 30) - Kreblitz - Zauche - Kasel-Golzig - Zützen - Gersdorf - Waldow/Brand - Rietzneuendorf - Brand - Tropical Islands - Krausnick Groß Wasserburg - Leibsch - Neu Lübbenau - Hohenbrück - Alt Schadow - Pretschen - Kuschkow - Gröditsch (VP km 90) - Bückchen - Wittmannsdorf - Wiese - Schuhlen - Zaue - Goyatz - Speichrow (VP km 113) - Pieskow - Niewisch - Möllen - Schadow - Lieberose - Hollbrunn - Turnow - Drachhausen - Fehrow - Schmogrow - Neu Byhleguhre - Byhlen - Straupitz (VP km 172) - Burg (VP km 184) - Raddusch - Lübbenau (Ziel km 204).

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