Waldwiese

10. Frostwiesenlauf Burg/Spreew. 2012

Geschrieben von Thomas Delling.

12.02.2012 - 11:00 Uhr - 30 km / 20 Hm+ / 20 Hm- (kein Wettkampf)

Am Sonntag früh zeigt das Thermometer 20°C unter Null und das Fahrzeug wehrt sich vehement gegen die Ausfahrt ins Brandenburgische. Es ist aber wieder "Kaiserwetter" angesagt und so läßt sich das Auto nach längerem Bemühen doch noch für unseren Ausflug begeistern.

Zehn Minuten vor dem Start ist der Parkplatz in Burg-Kauper erreicht, jetzt beginnt der Wettkampf vor dem Nicht-Wettkampf: Fast-Sprint zur Startnummernausgabe und zurück, während sich Ute im Auto umzieht. Danach gemeinsames "Einlaufen" zum Start, wo gerade der Lauf freigegeben wird. Über 800 Läufer (10, 20 und 30 km) schieben sich so nach und nach ins Biosphärenreservat Spreewald.

Die 30km-Läufer absolvieren erst die 20er-Runde um nach einem Zieldurchlauf die 10km-Strecke abzulaufen. Die Verpflegungspunkte warten mit Tee, Schokolade, Gebäck, Trockenfrüchten und handwarmen Glühwein auf. Bei -7°C und leicht bewölktem Himmel herrschen fast frühlingshafte Bedingungen.

Der erste Kilometer ist aufgrund des "Auflaufes" und der verhältnismäßig schmalen Wege nun wirklich kein Genuß - Lückenspringen und Ausschau nach dem Anderen halten ist angesagt. Dabei treffen wir auf Martina aus Dippoldiswalde, sie wird mit Ute den Rest der Strecke zurücklegen. Ich verabschiede mich etwas später nach vorn, da ich doch ein wenig flotter laufen möchte.

Mit dem Abbiegen der 10km-Läufer normalisiert es sich dann auch, man kann das Tempo frei wählen und hat letztendlich auch den Blick frei fürs Wesentliche: den Spreewald und seine zugefrorenen Gewässer. Im Gegensatz zu meiner Heimatstadt Chemnitz (wo man das Betreten von Eisflächen, trotz anhaltendem Frost im zweistelligen Minusbereich, mit einem Bußgeld von bis zu 100 Euro "belohnt"!) wird hier rege vom Schlittschuhlaufen Gebrauch gemacht. Es scheint ja auch keiner zu verbieten.

Nach zweieinhalb Stunden ist der Lauf für mich beendet, die Uhr zeigt einen Schnitt von 4:59, wobei ich die letzten 5 Kilometer nochmal etwas schneller war. Nach einer kurzen Stärkung laufe ich Ute und Martina entgegen, da es doch ziemlich frisch wird, wenn man eine Weile steht. Nach 2 Stunden und 58 Minuten erhalten auch sie ihre Medaille in Schneekristallform, die jeder Zielankömmling umgehangen bekommt.

Veranstalterseite: www.frostwiese.de

Bilder findet ihr hier.


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