Waldwiese

12. Frostwiesenlauf Burg/Spreew. 2014

Geschrieben von Thomas Delling.

09.02.2014 - 11.00 Uhr - 30 km / 15 Hm+ / 15 Hm- (kein Wettkampf)

Kopie_von_DSC05514Moorwiesenlauf statt Frostwiesenlauf!

Vor zwei Jahren waren Ute und ich das erste Mal im Spreewald zum Frostwiesenlauf - keinem Wettkampf, sondern einem "Erlebnislauf ohne Zeitmessung". Wir waren vom gesamten Drumherum begeistert und so sollte diese Veranstaltung einen festen Platz in unserem Laufterminkalender bekommen.

Doch schon im Vorjahr platzte dieses Vorhaben und nur Ute konnte es für sich aufrecht erhalten. Ich stand vor der Wahl: langer, gemütlicher Trainingslauf mit ordentlich Verpflegung auf der Strecke oder mitfiebern bei Martin's hochkarätig besetztem Fußballturnier in der Nähe von München. Ich entschied mich schweren Herzens für Letzteres und wurde u.a. mit einem 1:0-Vorrundensieg der himmelblauen U11 über die gleichaltrigen "Stars" von Bayern München belohnt. Auch wenn gegen den selben Gegner das Spiel um Platz 3 mit 1:2 verloren wurde, war es damals doch eine lohnende Ausfahrt nach Süddeutschland.

Dieses Jahr wurde der "Fußballtag" schon am Sonnabend zelebriert: 9 Uhr ging es aus dem Haus zu Martin's Punktspiel (0:4), dann ab 14 Uhr wurde bei den "Großen" zugeguckt (0:0) und zum Abschluß gab es von 16:45 Uhr bis 20:45 Uhr Bruno's Hallenturnier (Platz 5).

Der Sonntag steht also ganz im Zeichen des Laufsports, zumindest bei Ute und mir. Bruno und Martin nutzen die Zeit unserer läuferischen Betätigung um ausgiebig die brandenburgischen Wiesen auf ihre fußballerische Bespielbarkeit hin zu testen. Die Möglichkeiten dafür sind allerdings sehr beschränkt. Da aber die Jungs bei der Platzwahl nicht zu anspruchsvoll sind, findet sich auch ein Plätzchen, wo sie die nächsten Stunden ihrem Hobby frönen können.

Kurz vor 11 Uhr sind dann all die Formalitäten rund um's Wohl der Kinder erledigt und wir stehen im langgezogenen Startblock am Tiergehege des Landhotels in Burg-Kauper. Mit dabei ist natürlich Sven aus Flöha, aber heute gibt es kein Hauen und Stechen zwischen uns - heute ist "Genußlauf im Tempo des jeweiligen weiblichen Partners" angesagt.

Kopie_von_DSC05508Kopie_von_DSC05536Kurz nach dem Start der 10, 20 und 30 Kilometer.       Verpflegungsstation "Schwarze Ecke".

Die Streckenführung ist bekanntermaßen tellerflach und so stürme ich schon kurz nach dem Start auf ein am Wegrand liegendes Holzpolter um wenigstens ein paar Höhenmeter auf der Uhr zu haben. Natürlich lassen sich bei dieser Gelegenheit auch viel übersichtlichere Fotos von der Läuferschar schießen.

Nach rund anderthalb Kilometer dünnt sich dann erstmals das Teilnehmerfeld etwas aus, die 20-km-Läufer biegen von der Ringchausee nach links ab, während wir 10er und 30er weiter Richtung Nordumfluter laufen. Vor zwei Jahren war es für uns noch umgekehrt - erst die 20 und im Anschluß die 10. Seit vorigem Jahr wird eben für die 30-Kilometer-Distanz erst die kürzere Runde gelaufen.

Nach rund 7 absolvierten Kilometern wartet an der Straupitzer Buschmühle der erste Verpflegungspunkt. Es gibt Nüsse, Schokolade, Kekse, Salzgebäck, Tee (Iso) und Glühwein, welcher jedoch stark der Witterung angepasst ist. Was jedoch kein Nachteil ist, denn: wozu braucht man bei 6°C Glühwein? Durch die angenehme Trinktemperatur geht da natürlich auch noch ein zweiter Becher. Und wenn es schon kein sportliches Kräftemessen mit Sven gibt, dann soll doch wenigstens die jeweilige Trinkmenge einen "Sieger" bestimmen.

Nach rund 55 Minuten trudeln wir wieder im Start-/Zielbereich ein. Die Zehner sind mit ihrem "Frostwiesenlauf" durch, wir begeben uns nach einer kurzen Stärkung wieder auf die Runde. Dieses Mal biegen wir "Am Fischerfließ" von der Ringchausee auf die verbleibenden 19 Kilometer. Jetzt geht es bis zum nächsten Verpflegungspunkt bei Kilometer 17 fast nur auf Straßen entlang. Danach wird eine rund 10-Kilometer-Schleife u.a. auch auf weichem Geläuf über Leipe und entlang der Hauptspree angeboten um wieder zu diesem Verpflegungsposten zurückzukehren.

Kopie_von_DSC05531Kopie_von_DSC05538...

Auch diese Runde ist mit einem Verpflegungsstand versehen. An der "Schwarzen Ecke" nach 23,5 Kilometern bin ich jedoch der Erste, der nach Glühwein fragt. Kaum zu glauben, denn hier ist ja schon das gesamte 20-km-Feld durch und bei den Dreißigern sind wir auch nicht unbedingt ganz vorn mit dabei. 

Die Sonne blinzelt von da an etwas intensiver durch die Wolken und so ist der "Heimweg" bis zum Landhotel sehr angenehm. Im Ziel zeigt die Uhr 2 Stunden und 50 Minuten an, bei etwas mehr als 30 Kilometern ein Fünfeinhalb-Minuten-Schnitt - genau nach unserer (meiner) Vorgabe! Zur Belohnung gibt es noch den ein oder anderen Glühwein und natürlich Spreewälder Gurken. Auf Sven und Peggy warten wir am Zielbogen vergeblich und statten deshalb erstmal der Fußballabteilung unserer Fahrgemeinschaft einen Besuch ab.

Mit je einer Primel im Topf und der Teilnehmerurkunde machen wir uns kurz darauf auf die Heimreise. Ute muß fahren, denn ich habe das Glühwein-Fern-Duell gegen Sven klar für mich entschieden. Zahlen werden jetzt aber nicht genannt, da es sich um ein Sport- und kein Saufereignis handelt.

Fazit: der "Frostwiesenlauf" ist auch ohne Minusgrade Pflichtprogramm!

Veranstalterseite: www.frostwiese.de

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